Motto der Aktion
Die 61. Aktion Dreikönigssingen stand dieses Jahr unter dem Motto:
„Segen bringen – Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“Damit machen die Kinder der weltweit größten Solidaritätsaktion „von Kindern für Kinder“ darauf aufmerksam, dass viele Kinder mit Behinderungen oft ausgegrenzt werden. Gerade in Entwicklungs- oder Schwellenländern leben besonders viele der ca. 165 Millionen Mädchen und Jungen weltweit die eine Behinderung haben. In vielen Ländern werden diese Kinder als Last oder Schande empfunden; häufig leiden sie unter Gewalt oder werden von ihren oft überforderten Eltern versteckt und vernachlässigt.
In einem Armenviertel der peruanischen Hauptstadt Lima setzt sich der langjährige Projektpartner der Sternsinger, „Yancana Huasy“, vor Ort für die Mädchen und Jungen ein und fordert eine bessere Inklusion von Menschen mit Behinderung in die peruanische Gesellschaft. Die Kinder erhalten dort die nötige Therapie, aber auch Hilfsmittel wie z. Bsp. Rollstühle. In diesem Zentrum werden sie so auf ein möglichst eigenständiges Leben vorbereitet. „Yancana Huasy“ kümmert sich auch um die Fortbildung von Lehrern im Umgang mit diesen Kindern, so dass es ihnen ermöglicht wird in die normale Schule zu gehen. Dies ist eines von ca. 1400 Projekten und Hilfsprogrammen, die jährlich vom katholischen Kindermissionswerk „Die Sternsingern“ in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert werden.
Sternsinger leben Inklusion Diese Dazugehörigkeit von Kindern mit Behinderung ist für die Sternsinger in St. Marien schon längst selbstverständlich. So ist ein Junge, der auf den Rollstuhl angewiesen ist schon zum dritten Mal als Sternsinger mit dabei. Zu den 32 Sternsingern in St. Marien, die von 5 Gruppenleitern begleitet wurden zählt auch ein autistischer Junge. Er war an zwei der vier Tagen mit dabei, an denen in St. Marien die Haushalte besucht wurden, die sich für den Besuch angemeldet hatten. Dass am Ende noch Zeit war, spontan an allen Türen in der Stettiner Straße zu klingen half das Spendenergebnis in St. Marien auf 6.600 € zu erhöhen. Gleichzeitig mussten die jungen Sternsinger nun aber auch öfter erklären warum sie unterwegs waren, wenn ihnen unvorbereitete und verwunderte Menschen die Tür öffneten.
Von Tür zu Tür
Diese Situation ist den Sternsingern i
n St. Jakobus bekannt, da sie in der Zeit von 27. Dezember bis 5. Januar schon immer versuchen alle Bewohner der Sachsendörfer zu erreichen. Dies gelang den 115 Kindern und Jugendlichen, die von 29 Betreuern und Firmanden begleitet wurden auch diese Jahr wieder. In 35 Gruppen waren sie in Lützelsachsen, Hohensachsen, Ritschweier und Großsachsen mit Stern, Rauchfass und Spendendose von Tür zu Tür gegangen um ihren Spruch aufzusagen oder ein kurzes Lied zu singen. „Die meisten Leute freuen sich wenn wir kommen“ sagt ein junge Sternsingerin aus Großsachsen. „Aber manche machen auch einfache die Tür zu“ ergänzte ihr jüngerer Bruder, der auch dabei war. Etliche melden sich jedoch auch, bei denen die drei Könige eine Zettel hinterlassen hatten, dass sie da waren, und bitten sie nochmals zu besuchen. So können die Sternsinger aus den Sachsendörfern, bei denen gleichermaßen katholische wie evangelische Kinder und Familien mitmachen am Ende stolze 21.000 € als Sammelergebnis vermelden.
Auch in
Herz-Jesu Oberflockenbach waren die 42 Sternsinger in manchen Straßen von Tür zu Tür gegangen. So erreichten sie neben denjenigen, die die Sternsinger bestellt hatten, auch viele die sich über den spontanen Besuch sehr freuten. Sie waren in 10 Gruppen unterwegs und sammelten in der Zeit von 28. Dezember bis 3. Januar 3.100 €.
Die Sternsinger aus
St. Laurentius und Herz-Jesu in Weinheims Kern- und Nordstadt waren direkt am Dreikönigstag, dem 6. Januar unterwegs. Sie starten mit 20 Sternsingern in fünf Gruppen um die Menschen zu besuchen, die sich angemeldet hatten. Mit dabei waren 13 Begleiter, die am Ende des letzten Ferientages 3.826,88 € an das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ weiterleiten konnten.
Es hat Spaß gemacht
Die Aktion, die seit 2015 im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen ist, hat den Kindern auch dieses Jahr wieder viel Spaß gemacht. Das bestätigten die 50 Sternsinger im Abschlussgottesdienst in Lützelsachsen am 6. Januar einhellig und laut. Sie haben dabei nicht nur einiges über das Beispielland Peru gelernt und vielen Menschen hier Freude bereitet durch den Besuch und das Anbringen des Segensspruches, sondern sie verändern dadurch, vor allem durch die Spenden, ein Stück die Welt. Sie bringen so etwas mehr Gerechtigkeit und Frieden in die Welt.
Dank
Wir bedanken uns bei allen Sternsingern, Betreuern und Organisatoren für den motivierten und engagierten Einsatz.
Vor allem bedanken wir uns bei allen, die den Sternsingern wohlwollend die Tür geöffnet und mit Ihrer Spende benachteiligten Kindern weltweit geholfen haben, und wünschen Ihnen ein gesegnetes, gesundes neues Jahr 2019!
Stefan Buchholz (Für die Verantwortlichen der Sternsingeraktion in der Seelsorgeeinheit Weinheim-Hirschberg. )