Gedanken zu einer Bergwanderung
29.06.2023 |
Die sommerlichen Tage verlocken zu manchen Aus- flügen und Touren in der Natur. In den Pfingstferien wanderte ich in der Hohen Tatra an der Grenze zwi- schen Polen und der Slowakei.
Während eines müh- samen Aufstiegs konnte ich viele Spuren von Gottes wunderbarer Schöpfung mit allen Sinnen entdecken: Saftige Wiesen, die in voller Blüte standen, viele In- sekten, die um die Blumen schwirrten, Vogelgezwit- scher. Der Wald mit seinem hellen Grün war eine Wohltat für das Auge. Die wilden Bergbäche traten nach der Schneeschmelze über die Ufer. Der Weg wurde steiniger und ich stellte mir die Frage, ob ich die Berghütte erreiche, ob ich genug Kraft und Aus- dauer für mein Ziel habe. Auf der Höhe angekommen wurde ich mit einem wunderschönen Ausblick ins Tal und auf die schneebedeckte Bergkette belohnt.
Die Berge erschienen mir nicht mehr so hoch und die Täler waren einladend.
Geht es Ihnen auch manchmal so, dass mit Abstand und einem neuen Blickwinkel manch Schweres seine Last verliert und vieles leichter wird?
Ich schaute ins Weite ... In den Sinn kamen mir die Gedanken von Paulus: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat …, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.“ 1 Kor 2,9.
Ich erinnerte mich an den Wasserfall, an das Rauschen der Blätter in den Bäumen, an das Vogelkonzert. Im Alltag machen wir auch die Erfahrung, dass etwas besonders schön ist und uns begeistert: Eine Blume am Weg, der Sonnenuntergang am Abend oder die Musik.
Wir dürfen hoffen, diese Schönheit und besonderen Momente in Gott zu finden. Er bereitet uns mehr, als wir mit unserem Herzen fassen können. Das Vertrauen, von Ihm begleitet zu sein, schenkt uns Mut. In den nächsten Wochen des Hochsommers gibt es noch viele Spuren Seiner Schöpfung zu entdecken!
Michaela Mikula, Gemeindereferentin
